Gedichte

Der Dackel

Ihr krummgebeinten Trollgewächse
mit dem durchtriebenen Gesicht!
Man nennt euch Waldi,Seppl,Hexe,
doch wenn man ruft,dann kommt ihr nicht.

Ob man euch Dackel nennt,ob Teckel,
ob glatt,ob rauh,ob langbehängt-
das ist euch alles Topf wie Deckel,
ihr tut stet`s das,was man nicht denkt.

Dressur verletzt sein Eigenleben,
er feixt nur pfiffig,stellt sich dumm.
Und den Befehl zum Pfötchen geben,
nimmt er sogar wörtlich krumm.

Apport verulkt er zur Blamage,
hier endet jegliches Latein.
Wie abgefeint ist die Visage!
Und doch, wer mag ihm böse sein?

Und doch halt` ich zu Dir in Treue,
Du Erzfilou und Philosoph!
Womöglich grinnst Du nun voll Schläue:
"Ach, Herrchen, bist Du lieb und doof!"

 

Dein Hund

Wenn alle Dich meiden und hassen,
ob mit oder ohne Grund,
wird einer Dich niemals verlassen
und das ist Dein Hund.

Und würdest Du ihn sogar schlagen,
ganz herzlos und ohne Verstand,
er wird es geduldig ertragen
und leckt Dir dafür noch die Hand.

Nur Liebe und selbstlose Treue
hat er für Dich immer parat!
Er beweist es Dir täglich auf`s Neue,
wie unsagbar lieb er Dich hat

Nennst Du einen Hund Dein eigen,
wirst nie verlassen Du sein
und sollst Du vor Einsamkeit schweigen,
so bist Du niemals allein.

Wird einst Dir der Tod erscheinen
und schlägt Dir die letzte Stund`,
wird einer bestimmt um Dich weinen
und das ist Dein treuer Hund!

Drum schäm` Dich nicht Deiner Tränen,
wenn einmal Dein Hund von Dir geht.
Nur er ist, das muß man erwähnen,
ein Wesen, das stets zu Dir steht!

Ein wahrer Freund

Wenn böse Sorgen dich umgeben,
oft eine Freundschaft schnell zerbricht,
du bist allein`- so geht`s im Leben.
Ein Hund als Freund enttäuscht dich nicht!
 Du kannst ihm ohne Scheu`stets sagen, 
was dich bedrückt,erschreckt, empört. 
Dein Hund empfindet keine Klagen, 
auch wenn er schweigt und stumm dich hört.
Sag`nicht das wäre übertrieben,
sag`nicht, ein Hund sei nur ein Tier.
Begreif` ihn und du wirst ihn lieben
und seine Treue dankt er dir.