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Kennst Du den Hund ? Die Schnauze spitz und schmal, sein Leib `ne Wurst, gewandt wie ein Aal. Die Beine schief, das Schwänzchen säbelkrumm, doch seid gewarnt und kauft ihn nicht für dumm, und läugnet `s nicht: Der Dackel ist an sich schon ein Gedicht !
Sein Augenpaar , wie ausdrucksvoll und schön ! Wie ein Romanheld kann er es verdreh`n : Und setzt er sich in Kreuzgalopp geschwind, flattert sein Ohrenpaar ihm in den Wind , gesteht `s nur ein; des Dackel `s Grazie ist ungemein !
Und sein Geschmack steht auf der Höh ´ der Zeit, Pasteten, Braten, Wurst, er ist bereit . Wenn `s ihm versagt wird, stiehlet er sich `s gewandt, er schreckt kein Stock und keines Rächers Hand Oh nein, oh nein... So furchtbar frech kann nur ein Dackel sein !
Des Dackels Geist ist unabhängig, frei, denn was Apell heisst, bringst Du ihm nie bei. Und schaut `s für ihn auch manchmal böse aus, er redet sich auch ohne Worte raus. D `rum schweige still; Dein Dackel tut ja doch nur was er will !
Stets findet er den weichsten Sofaplatz, drehst Du den Rücken, liegt er d `rauf, der Schatz. Und denkst Du: wart `, Lump, ich erwisch dich noch ! Geh `ruhig schlafen, er betrügt Dich doch ! Mag `s noch so sein, er wird stets die gekränkte Unschuld sein !
Schneid hat der Kerl, wahr muss bleiben wahr. Naht sich ein Hund, gleich sträubt sich ihm das Haar, er meidet niemals eine Beisserei, wo `s eine gibt, Dein Dackel ist dabei ! So als ein Held zieht gegen Dachs und Fuchs er auch ins Feld.
D `rum hab ` ich mir den Pegasus gezäumt und zwinge ihn, soviel er sich auch bäumt, und singe laut des Dackels Lob und Preis ; er lebe hoch ! Sein `sei ein Lorberreis. Denn für solch ` ein Vieh entstand die Wissenschaft
Dackologie
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