Fortsetzung: Gesundheit und Pflege

Quelle: Von John John M. Rawlings, BSc., MSc., klinischer Ernährungsspezialist am WALTHAM Centre for Pet Nutrition, Großbritannien


  Empfehlung zur Maulhygiene beim Hund

Wir tun es vielleicht nicht gerne, aber die meisten Menschen erkennen die Notwendigkeit, ihren Zahnarzt in regelmäßigen Abständen für eine Routinekontrolle aufzusuchen. Zusammen mit täglichem oder zweimal täglichem Zähneputzen riecht dies gewöhnlich aus, um eine relativ gute Mundhygiene zu erzielen.
Aber wie viele Hundebesitzer beachten die Bedürfnisse ihrer Tiere?
Veränderungen in der Maulhöhle stellen wahrscheinlich die häufigsten Erkrankungen bei Hunden dar, die in einer Allgemeinpraxis vorgestellt werden, und die Mehrzahl dieser probleme stehen mit peridontalen Erkrankungen in Zusammenhang. Meist wird der Hund aus anderen Gründen als zur Maulhöhlenhygiene vorgestellt, da die meisten Halter den Erkrankungen in der Maulhöhle wenig Beachtung schenken.
Eine peridontale Erkrankung
stellt kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein ganzes Spektrum plaqueinduzierter entzündlicher Erscheinungen dar, die das Peridontium des Zahnes (Wurzelhaut des Zahnes) betreffen. Zweifelos ist die Anwesenheit von Plaque am Zahnfleisch für die Auslösung einer peridontalen Erkrankung notwendig. Die Folge von Ereignissen jedoch, die von einer schwachen Gingviditis (Zahnfleischentzündung) mit vorhandener oder fehlender peridontaler Erkrankung zu einem Verlust des Halteapparates, Knochenresorption und Zahnverlust führt, ist nicht vollständig bekannt.
Klinisch kann eine chronische Gingviditis für den Hund schmerzhaft sein,
zu Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust führen und für den Besitzer als Mundgeruch erkennbar sein. Ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung kann in einer generalisierten Bakteriämie resultieren, die bei der Entwicklung einer Endocarditis (Entzündung der Herzinnenhaut) und Nierenversagen betieligt sein soll. Daher kann eine peridontale Erkrankung lebensbedrohend sein.
Tiermediziener und Hundehalter können beide dabei helfen,
diese Krankheit am Auftreten zu hindern oder zumindest ihr Fortschreiten beim adulten Hund mit schon existenter Krankheit verhindern. Gewebezerstörung, die durch peridontale Krankheit hervorgerufen wird, ist irreversibel, kann jedoch aufgehalten werden, wenn eine angemessene Therapie eingeleitet wird. Eine solche Therapie umfaßt sowohl profesionelles Einschreiten als auch häusliche Pflege.
Die Ermutigung von Tiermedizinern zur Durchführung einer regelmäßigen Prophylaxe
(Entfernung von Zahnstein und polieren der Zähne) und die Übertragung ihres Verantwortungsbewußtseins auf den Hundehalter, so daß dieser zwischen den Kontrollterminen die häusliche Maulhöhlenhygiene übernimmt ist alles, was für den Erhalt einer guten Maulhöhlenhygiene notwendig ist, sofern diese Punkte eingehalten werden.
Die effektivste häusliche Maulhöhlenpflege-Prozedur besteht in häufigem und sorgfältigem Zähneputzen.
Bei angemessener Übung von Halter und Hund können innerhalb von kurzer Zeit bemerkenswerte Ergebnisse erzielt werden.
Dies sollte nicht wie eine Hausarbeit erledigt, sondern als Ausweitung der Beziehung zwischen Mensch und Hund angesehen werden. Bei dem heutigen Lebensstil mag es jedoch nicht immer einfach sein, Zeit für das tägliche Zähneputzen zu finden. Unter diesen Umständen könne die Besitzer das Zähneputzen durch Fütterung eines Hygienekauknochens ersetzen. Das regelmäßige Kauen ... unterstützt die Sekretion der Speicheldrüsen, d.h. die natürliche Abwehr des Hundes gegen Plaque-Bakterien.
Darüber hinaus besitzt es eine schmirgelartige Textur, die vorbeugend gegen die Anhäufung von Plaque auf der Zahnoberfläche wirkt.
Bei neueren WALTHAM-Studien resultierte der tägliche Zusatz von PedigreePAL-RASK zu einem nährstoffmäßig voll ausgewogenen Trockenfutter in einer signifikanten Reduktion der Anhäufung von dentalen Ablagerungen (Plaque und Konkrement) im Vergleich zur Fütterung eines Trockenfutters ohne diesen Zusatz. Noch bemerkenswerter als die signifikante Reduktion des Ausmaßes an Gingviditis. All dies stellt wichtige Schritte auf dem Weg zur Prävention peridontaler Erkrankungen dar.
Häufig liegt der Grund für mangelnde Maulhygiene beim Hund durch dessen Halter in der Ignoranz ihrer Bedeutung.
Dies Widerspricht unserem Verständis von der eigenen Zahnpflege.
Es liegt daher bei uns Wissenschaftler und Tiermedizinern, sicherzustellen, daß Hundehalter über die Folgen schlechter Maulhöhlenhygiene und darüber wie man sie vermeiden kann, informiert sind.
 

Quelle: Unsere Dackel~unsere Freunde,Heft 132/2.Jahrgang 1997, Seite 57
Jeder Hund sollte mehrmals im Jahr entwurmt werden.
Das oder die eingesetzten Mittel sollten sowohl gegen Rund- als auch Bandwürmer wirksam sein.
Das Entwurmungspräparat tötet nur die zum Zeitpunkt der Anwendung vorhandenen Würmer ab.
Dies bedeutet, daß sich der Hund praktisch am nächsten tag schon wieder mit infektiösen Wurmstadien anstecken kann.
Im Idialfall sollte daher alle 3 Monate, also 4 mal im Jahr entwurmt werden.
Die heute verfügbaren Präparate sind sehr schonend, so daß man keine Bedenken haben muß.
Der Tierarzt kann durch eine Kotuntersuchung im Mikroskop auch gezielt feststellen,
ob Würmer vorhanden sind und um welche Wurmarten es sich handelt.

Schutzimpfungen warum?

Quelle: Broschüre: Wie schütze ich meinen Hund 1/98 virbac Tierarzneimittel GmbH
Für ein gesundes Hundeleben vorbeugende Schutzimpfungen:
Schutzimpfungen? Warum?
Mit der Anschaffung Deines Hundes hast Du nicht nur einen verspielten, schmusigen, aufmerksamen, vielleicht auch eigenwilligen Hausgenossen, Wächter oder Jagdgehilfen erworben, von dem Du viel Freude erwartest, sondern Du hast auch zugleich Verantwortung und Fürsorgepflicht für ein Schutzbedürftiges, von Dir abhängiges Lebewesen übernommen.

Dazu gehören neben einer Artgerechten Haltung, Pflege und Ernährung regelmäßige Schutzimpfungen gegen die verbreitetsten Infektionskrankheiten, die deshalb so gefährlich sind, weil der Tierarzt sie nicht oder nur unter großem Aufwand behandeln kann, wenn Dein Hund erst einmal daran erkrankt ist. Welche Krankheiten sind das?

Es sind fünf Infektionskrankheiten, gegen die Dein Hund geimpft werden sollte:
1.-STAUPE,
2.-gegen ansteckende LEBERENTZÜNDUNG,
3.-LEPTOSPIROSE
4.-PARAVOVIROSE
5.-TOLLWUT
(vergleiche Index zu den benannten Begriffen....)

Wann sollten Hunde geimpft werden?
Grundsätzlich unterscheidet man bei den Impfverfahren die Grundimmunisierung von den Wiederholungsimpfungen.
Unter der Grundimmunisierung versteht man
die erste oder die ersten beiden Impfungen eines jungen Welpen. In den meisten Fällen werden die Welpen zwischen der 7. und der 9. Lebenswoche gegen STAUPE, ASTECKENDE LEBERENTZÜNDUNG(H.c.c.), LEPTOSPIROSE, TOLLWUT und PARVOVIROSE das Erste Mal geimpft.

Diesen Zeitpunkt wählt ihr Tierarzt aus, weil Welpen diesen Alters langsam ihren natürlichen Schutz gegen die gefährlichen Infektionskrankheiten verlieren.
Den natürlichen Schutz erhalten die Welpen über Schutzkörper in der Muttermilch.
Die Schutzkörper der Muttermilch, schützen den Welpen aber nicht nur gegen die Erreger der eigentlichen Infektionskrankheiten, sondern auch teilweise gegen die Impfviren und Impfbakterien. Darum kann die erste Impfung den Abwehrmechanismus des Welpen nicht dauerhaft aktivieren, und somit den Welpen auch nicht dauerhaft schützen.

Aus diesem Grund impft der Tierarzt den Welpen im Alter von 11 bis 14 Wochen ein zweites Mal gegen die gefährlichen Infektionskrankheiten.

Zu diesem Zeitpunkt besitzt der Welpe keine Schutzstoffe aus der Muttermilch mehr und der Abwehrmechanismus des Welpen wir dauerhaft durch die Impfung angeregt.

Für Welpen, die nach der 12. Lebenswoche das erste mal geimpft wurden, reicht häufig die einmalige Impfung.

Manche Impfstoffe sollten jedoch nach 2-3 Wochen zur Erzielung des optimalen Impfschutzes ein zweites mal geimpft werden.
Jeder Impfschutz kann nur eine gewisse Zeit bestehen bleiben.
Darum müssen die Hunde ihr Leben lang regelmäßig wieder geimpft werden.
Diese Wiederholungsimpfungen benötigt der Körper zur erneuten Aktivierung seines Abwehrmechanismus gegen die gefährlichen Infektionskrankheiten.

*****LEPTOSPIROSE, TOLLWUT und PARVOVIROSE
     werden im Abstand von einem Jahr geimpft.

*****Für STAUPE und ANSTECKENDE LEBERENTZÜNDUNG(H.c.c.)
     genügt in vielen Fällen eine
    Wiederholungsimpfung im Abstand von zwei Jahren.